Kimberly & Eric
Freie Trauung · WHITE Spreelounge · Berlin · Juli 2025
Die WHITE Spreelounge liegt genau dort, wo die Spree ihren Bogen macht. An diesem Abend im Juli gehörte sie Kimberly und Eric.
Bevor die erste Gäste eintraf,
bevor Musik lief und bevor irgendjemand einen Sektkelch in der Hand hielt, war Eric schon da.
Blumen platzieren, noch einmal umstellen, noch einmal schauen, ob es stimmt.
ihn auf sich zukommen lassen. Eric war nicht einer von ihnen.
Er wollte, dass dieser Abend gut wird — nicht weil er musste,
sondern weil ihm das wichtig war.
Man spürte den Unterschied.
Die Ankunft der Gäste
Nach und nach füllte sich die Spreelounge.
Verwandte, Freunde, Menschen aus verschiedenen Kapiteln des Lebens von Kimberly und Eric — manche kannten sich,
viele nicht, aber das spielte an diesem Abend keine Rolle.
Eric begrüßte jeden Einzelnen persönlich.
Ohne Hast, ohne das routinierte Lächeln, das man auf Hochzeiten manchmal sieht.
Man merkte, dass ihm nicht nur die Feier wichtig war, sondern auch die Menschen darin.
Dann wurde es ruhiger. Die Gäste nahmen ihre Plätze ein.
Die Erwartung legte sich über den Raum wie Stille vor einem Gewitter.
Und Eric — so erzählte mir jemand später — hatte kurz aus dem Fenster geschaut.
In die Richtung, aus der Kimberly kommen würde.
Kimberly kommt
Es gibt diesen Moment kurz vor dem Einzug der Braut,
in dem alle aufhören zu reden — nicht weil jemand darum bittet,
sondern weil es einfach passiert.
Ein kollektives Innehalten, das niemand plant.
Kimberly kam mit ihren Eltern und ihrer Trauzeugin.
Sie wirkte nicht nervös — oder wenn doch, dann trug sie es so,
dass man es ihr nicht ansah.
Eher das Gegenteil: Sie sah aus wie jemand, der genau weiß,
wohin er geht, und sich darüber freut.
Eric sah sie.
Und sagte später, er wisse nicht mehr,
was er in diesem Moment gedacht hatte.
Ich glaube ihm das.
Manche Momente sind zu groß zum Denken.
Die Trauung
Die freie Trauung hatte das, was viele freie Trauungen versprechen
und nur wenige halten: Sie klang nach den beiden. Keine austauschbaren Sätze,
keine allgemeinen Worte über die Liebe im Allgemeinen — sondern Dinge,
die nur über Kimberly und Eric stimmten und über niemanden sonst.
Irgendwo in der Mitte gab es einen Moment,
in dem beide lachten, weil ein Satz so präzise saß, dass man nicht dagegen ankam.
Und dann — nach all den Worten — das Ja-Wort.
Kimberly zuerst. Ruhig und deutlich, wie jemand, der das schon lange gewusst hat.
Eric danach, etwas leiser, aber ohne auch nur einen Herzschlag zu zögern.
Die Spree lag hinter den Fenstern. Das Licht fiel schräg in den Raum.
Und die Gäste hielten, ohne es zu merken, kurz die Luft an.
Glückwünsche & Sektempfang
ein paar Tränen, die genauso schnell wieder weggelacht wurden, wie sie gekommen waren.
so wie das bei guten Feiern passiert: ohne Programm, ohne dass jemand den Ablauf ansagen muss.
Gläser klangen, Gespräche begannen, das Durcheinander wurde wärmer und lauter.
Sahen sich an. Das ruhige Zentrum in einem Raum, der sich gerade um sie herum freute.
Brautpaarfotos
Die Spreelounge, das Wasser, das Abendlicht, das zu dieser Jahreszeit in Berlin nie ganz aufhört.
Sie reden miteinander, lachen,
schauen sich an — und vergessen dabei die Kamera.
Genau das macht gute Paarfotos aus: nicht das Stehen, sondern das Dasein.
Der Straußwurf & die Spiele
die keinen Raum für Missverständnisse ließ.
Irgendjemand fing ihn und hielt ihn hoch,
als hätte er gerade gewonnen.
Alle johlten — so wie das eben ist, wenn ein Moment genau das tut, was er soll.
was man sich schon gedacht hatte: Kimberly und Eric sind ein gutes Team.
Und auf die Frage, was Kimberly bei ihrer allerersten Begegnung angehabt hatte,
wusste Eric keine überzeugende Antwort.
Eric lachte als letzter — aber am lautesten.
Der Brauttanz mit dem Vater
Der Tanz von Kimberly mit ihrem Vater war so einer.
die beiden traten auf die Tanzfläche — und der Saal wurde still.
Nicht weil jemand das so wollte.
Sondern weil alle spürten, dass das gerade ein Moment war,
der ihnen nicht gehörte. Einer, dem man besser von der Seite zuschaut.
Der Vater hielt seine Tochter.
Kimberly legte ihren Kopf kurz an seine Schulter — eine Sekunde, vielleicht zwei.
Das reichte vollständig.
Der Beginn der Feier
Die Musik zog an, die Gespräche wurden lauter,
und irgendwann gab es keine Grenze mehr zwischen denen, die tanzen wollten,
und denen, die erst noch überzeugt werden mussten. Alle waren mittendrin.
Die Spreelounge wurde das, was sie an diesem Abend sein sollte — ein Ort,
an dem man nicht mehr auf die Uhr schaut, weil das gerade keine Rolle spielt.
Nicht mehr, nicht weniger. Und das ist mehr, als die meisten Tage schaffen.
Kimberly & Eric — danke für diesen Abend.
Und dafür, dass ihr mir so viel Vertrauen geschenkt habt.
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